Gynäkologische Endokrinologie

Das hormonelle Gleichgewicht im menschlichen Körper ist von vielen Faktoren abhängig: Eine Rolle spielen die Erbanlagen, das Körpergewicht, das Alter, extremer Stress und Sport, Schadstoffe und Genussgifte, die Ernährung, körperliche und psychische Erkrankungen, Medikamente und anderes.

Verschiedenste hormonelle Störungen – häufiger bei Frauen als bei Männern - können mit verantwortlich sein dafür, dass eine gewünschte Schwangerschaft sich nicht einstellt.
Deshalb gehören Hormonmessungen in verschiedenen Phasen des weiblichen Zyklus zur Basisdiagnostik bei ungewollter Kinderlosigkeit.

Durch Blutuntersuchungen in den ersten Zyklustagen können wir Fehlfunktionen der Schilddrüse, der Hirnanhangsdrüse (z. B. erhöhter Prolaktinwert oder unkoordinierte Sekretion der eierstockstimulierenden Hormone FSH / LH) und auch der Nebennierenrinde und der Eierstöcke (z. B. erhöhte männliche Hormone) erkennen.

Die Untersuchung des Blutes auf Gelbkörperhormon (Progesteron) und Östradiol eine Woche nach dem Eisprung kann uns Hinweise auf eine eventuelle Gelbkörperschwäche geben. Manchmal sind weiterführende Hormonfunktionstests sinnvoll.

Häufig „genügt“ schon eine Änderung des Lebensstils, um das hormonelle Milieu im Körper zu regulieren. Außerdem gibt es eine Reihe pflanzlicher und synthetischer Medikamente, die die hormonelle Situation so verbessern sollen, dass eine Schwangerschaft sich leichter einstellen kann.