Kostenübersicht

I. Diagnostik und Therapieplanung
Die Kosten für das Erstgespräch und für die Diagnostik bis zur Therapiefestlegung werden von den Krankenkassen übernommen.

II. Medikamentöse Behandlung der Unfruchtbarkeit – Hormontherapie
Die Kosten für Hormontherapien werden in der Regel von der Krankenversicherung übernommen.
Die Hormontherapie zielt auf eine Stimulation der Eizellreifung und/oder auf das Auslösen des Eisprungs ab. Dies steigert die Befruchtungschance beim nachfolgenden natürlichen Geschlechtsverkehr. Das Follikelwachstum kann mit Clomifen oder mit Gonadotropinen (FSH, hMG) stimuliert werden. Es wird dann entweder ein natürlicher Eisprung abgewartet oder man löst den Eisprung mit hCG (humanes Choriongonadotropin) aus. Das Auslösen des Eisprungs hat den Vorteil, dass sich so der beste Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr bestimmen lässt.

III. Reproduktionsmedizinische Leistungen: Inseminationen, IVF, ICSI
Damit Ihr Wunsch nach einem eigenen Kind nicht an finanziellen oder bürokratischen Hürden scheitert, beraten wir Sie gerne und helfen Ihnen bei Problemen mit den Krankenkassen. Es besteht auch die Möglichkeit, in Raten zu bezahlen. Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter. Rechnungshotline: 06221-89-300-38

Sprechzeiten der Rechnungshotline

 

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen 50 % der Kosten.

Die Anzahl der Versuche ist beschränkt auf:

  • 8 Inseminationen ohne Stimulation (gegebenenfalls aber mit Clomifen)
  • 3 Inseminationszyklen mit hormoneller Stimulation (z. B. Gonal F, Puregon, Menogon)
  • 3 IVF-Behandlungen
  • 3 ICSI-Behandlungen

Voraussetzungen für eine 50 %ige Kostenübernahme:

  • Das Paar muss miteinander verheiratet sein.
  • Die Frau muss mindestens 25 und darf maximal 39 Jahre alt sein.
  • Der Ehemann muss mindestens 25 und darf maximal 49 Jahre alt sein.

Weitere Details:

  • Vor Beginn der Behandlung muss der Behandlungsplan von den Versicherungen beider Partner genehmigt werden.
  • Tritt innerhalb der drei Versuche, die üblicherweise zu 50 Prozent von der Krankenkasse übernommen werden, eine klinisch nachgewiesene Schwangerschaft ein, besteht ein erneuter Anspruch auf eine weitere Therapie.
  • Nach einer Sterilisation besteht kein Anspruch auf Leistungen zur künstlichen Befruchtung.
  • Die Kryokonservierung von Samenzellen, imprägnierten Eizellen oder Embryonen gehört nicht in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, ebenso zusätzliche Leistungen wie Assisted Hatching und Blastozystentransfer.

 

 

Leistung

Ärztliche Leistung Frau**

Medikamente*

Anästhesie

Ärztliche Leistung Mann**

Insemination spontan

70 – 80

0 – 50

27

Insemination stimuliert

80 – 90

200 – 400

27

IVF-Therapie

600

750 – 1100

90

27

ICSI-Therapie

800

750 – 1100

90

27

 

 

* ca. Angaben in €, die Medikamentenkosten sind Durchschnittswerte
und können stark variieren
** incl. gesetzlich vorgeschriebener Infektionsserologie bei Frau und Mann

 

Private Krankenversicherung

Die vertraglichen Regelungen der privaten Krankenversicherungen sind sehr unterschiedlich. Bei gemischt Versicherten, also wenn ein Partner gesetzlich und der andere privat versichert ist, besteht besonderer Klärungsbedarf zwischen den betroffenen Kassen. In jedem Fall sollte vor einer Behandlung geklärt werden, ob und welche Maßnahmen der künstlichen Befruchtung bezahlt werden. Bei Problemen und Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

Selbstzahler

Selbstzahler sind gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten, bei denen die anteilige Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse nicht möglich ist.

 

 

Leistung

Ärztliche Leistung Frau**

Medikamente*

Anästhesie

Ärztliche Leistung Mann**

Insemination spontan

250 – 300

0 – 50

140

Insemination stimuliert

250 – 300

400 – 800

140

Donogene Insemination

250 – 350

0 – 800

IVF-Therapie

1700 – 1900

1500 – 2200

190

140

ICSI-Therapie

1700 – 1900

1500 – 2200

190

1350

 

 

*ca. Angaben in €, die Medikamentenkosten sind Durchschnittswerte und können stark variieren.
** incl. gesetzlich vorgeschriebener Infektionsserologie bei Frau und Mann